Vorder Glärnisch

Auf dem Vorder Glärnisch

Auf dem Vorder Glärnisch

Wer sich aufmacht, den Vorder Glärnisch zu besteigen darf sich auf einige, in meinen Augen, schönste Ausblicke in den Schweizer Alpen freuen. Der steile Aufstieg zum Berggipfel, welcher in ca. 3.5h bewältigt werden kann, bietet einen immer imposanter werdenden Tiefblick ins Klöntal mit dem Klöntalersee. Man realisiert dass, das Ziel der Motivator und der Weg das Ziel ist. Immer höher steigt der Weg, steil und unerbittlich. Oben angekommen, blickt man hinunter ins ca. 2000 Meter tiefer liegende Glarner Haupttal. Die sensationelle Aussicht nach den Strapazen geniesst man in vollen Zügen bevor man sich wieder auf den Weg nach Saggberg macht.

Der Vorder Glärnisch wird als Hausberg von Glarus viel begangen, der Weg ist immer gut sichtbar und die Kraxelstellen sind mit Ketten gesichert. Trotzdem, bei Regen würde ich diese Tour nicht machen. Trittsicherheit und vor allem Schwindelfreiheit muss gegeben sein. Ich beschreibe hier die normale Wanderroute (T4) auf den Vorder Glärnisch, mit Umweg beim Abstieg über Mittelstaffel und Tschingel.

Etwas Mut muss man schon mitbringen – und vorallem sollte man leise sein. Denn ein feuerspeinder Drache schläft in einer Spalte im Fels und dieses unfreundliche Ungeheuer hat es auf den Proviant der Wanderer abgesehen. Falls der Drache geweckt wird hat man nur noch folgende Möglichkeiten:

Dem Drachen mit einem Edelweiss in der Nase kitzeln und darauf achten sich die Finger nicht zu verbrennen, oder schnell mit Kreide ein rundes Sechseck auf die Schuhsohlen zeichnen.

WS aus N

Wenn das alles nichts hilft, muss man lernen sich mit Beeren, Wurzeln und Gras zu verpflegen. Also sollte man besser darauf achten den Anstieg auf den Vorder Glärnisch, die Natur und die Freiheit der Phantasie  in Ruhe zu geniessen.

Der Aufstieg zum Vorder Glärnisch

Auf der Fläche des Hinter Saggbergs (ca. 1053 m ü. M.) gibt es bei der Abzweigung zum Berggasthaus Schwammhöchi, am Strassenrand ein paar Parkplätze. Von hier wandere ich zunächst noch flach in südlicher Richtung auf der geteerten Strasse, bis ich die erste blau-weisse Markierung sehe, welcher ich anschliessend aufwärts in ein Tal hinein folge. Ich passiere P.1161 und folge dem Weg weiter aufwärts, bis zu den Felsen mit der Spalte in der, der Drache schläft.

Ich laufe kurz weiter dem Fels entlang und erreiche die erste leichte Kletterstelle, welche mit Ketten zum Festhalten gesichert ist. Diese führt auf die nächste Stufe mit dem Namen Gleiter. Es geht weiter im Grasshang aufwärts bis zum nächsten Felsenband, an welchem sich der Weg zunächst nach rechts hält und nach einer Spitzkehre nach links durch das Felsenband bis P.1740 führt. Es geht weiter bis zu den nächsten Felsen welche wiederum über eine leichte Kletterstelle mit Ketten zum Festhalten, bewältigt werden müssen. Nun halte ich mich immer nach links auf den Nord-Westgrad des Vorder Glärnisch, welchem ich anschliessend in der Nordflanke zum Gipfel (2327 m ü. M.) folge.

Der Abstieg vom Vorder Glärnisch

Bis Gleiter folge ich der Aufstiegsroute zurück. Hier bietet es sich mir an, die Behausung des Drachen zu umgehen, und so halte ich mich westlich zum P.1474. Dabei folge ich dem spektakulär in den senkrechten Abstürzen des Vrenelisgärtli angelegten Weg, welcher zur Alp Mittelstafel (1450 m ü. M.) führt. Von hier aus wandere ich rechts über Vorder Schlattalpli, Tschingel zurück nach Hinter Saggberg.

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