Von Wald auf den Hüttchopf wandern

Aussicht vom Hüttchopf.

Aussicht vom Hüttchopf.

Der Hüttchopf bietet den besten Überblick über das dicht bewaldete Quellgebiet der Töss und die Hügelwelt des Zürcher Oberlandes. Auf dem Weg zur Alp Scheidegg, wo ein hübsches Gasthaus wartet, geniesst man die sich immer ändernden Ausblicke in die Täler der Vorderen und Hinteren Töss, zum Säntis, im Norden zum Bodensee und im Süden zum Zürichsee.

Da dieses Gebiet nur einen Steinwurf von meinem Wohnort entfernt ist, bin oft in hier. Besonders im Frühsommer, wenn die ersten warmen Tage mich nach draussen locken, geniesse ich das Laufen in den kühlen Wälder und die Blumen auf den Weiden.

Das hintere und vordere Tösstal sind vor allem bekannt für ihre schönen Wasserfälle. Ich plane demnächst noch eine weitere Route zu diversen Wasserfällen im Tösstal zu veröffentlichen. Auf der heutigen Tour jedoch, steht die Aussicht im Vordergrund und ich finde die ist nirgends in diesem Gebiet schöner als auf dem Hüttchopf.

Wald – Ger – Wolfsgrueb – Bruederegg – Hüttchopf – Überzütt – Alp Scheidegg – Oh – Wald

Von Wald auf den Hüttchopf

Der Schmittenbach

Der Schmittenbach

An diesem Tag habe ich ausgeschlafen, und so steige erst gehen 11 Uhr nach ca. 30 minütiger Anfahrt, in Wald ZH aus dem Zug.  Ich laufe durchs Dorf und kaufe in einer Bäckerei noch etwas Proviant für unterwegs.

Anschliessend folge ich den Wegweisern in Richtung Wolfsgrueb. Sobald man das Dorf verlassen hat, läuft man angenehm im Wald am kühlen Schmittenbach entlang. Ohne grosse Anstrengung erreicht man Ger wo der Aufstieg zur Wolfsgrueb beginnt. Diese erste wirkliche Steigung ist schnell überwunden.

Hier gibt es einen Parkplatz, der meistens sehr voll ist. In meinem Augen lohnt es sich nicht hier hoch zu fahren, denn man verpasst die schöne Strecke entlang des Schmittenbach.

Hier nehme ich den mittleren Weg welcher sogar einen Strassennamen hat. Dieser glänzt auf einem einsamen Schild in der Sonne. Neuweg heisst die Forststrasse und ich folge diesem Weg, bis ich einen Wegweiser zum Hüttenkopf finde.

Bald ist der Hüttchopf erreicht

Bald ist der Hüttchopf erreicht

Nun geht es auf steilem Pfad durch den Wald aufwärts, zuerst nach Hinterhessen und dann weiter nach Bruederegg. Ich musste mich ein-, zweimal mit den Händen an einer Wurzel hochziehen. Der Coronaspeck machte sich bemerkbar und ich bin diesen Aufstieg wohl zu schnell angegangen.

Wie auch immer nun ist es nicht weit und den Hüttchopf erreiche ich auf direktem Weg. Es gibt auch die Möglichkeit zuerst unten am Hüttchopf vorbei zu laufen und dann die letzten Höhenmeter in Angriff zu nehmen. Ich wähle jedoch die direkte Variante.

Zeit sich ins Gras zu legen und den gekauften Proviant genüsslich zu vertilgen. Nach ein paar Fotos in alle Himmelsrichtungen mache ich mich auf den Weg zurück nach Wald.

Über Scheidegg zurück nach Wald

Auf dem Rückweg mit Blick auf den Zürichsee

Auf dem Rückweg mit Blick auf den Zürichsee

Der Abstieg hinunter nach Überzütt ist kurz und so laufe ich weiter bei zu Alp Scheidegg. Hier kann man es sich gut gehen lassen. Wegen der Massnahmen zum Schutz vor Covid-19, muss man sich jedoch aktuell am Vortag anmelden.

Das habe ich nicht gemacht und laufe deshalb direkt weiter. Nach der Alp Scheidegg muss man ein kurzes Stück auf geteerter Strasse laufen, doch schon bald zweigt ein Wanderweg nach rechts ab. Ich folge diesem Weg und laufe direkt hinunter bis nach Oh.

Nun weiter abwärts bis ich den Schmittenbach wieder erreiche. Ich bade meine Füsse im kühlen Nass. Das tut gut. Das Bremsen im steilen Abstieg hat meine Füsse schon etwas mitgenommen. Ich kann die ersten Blasen in diesem Jahr spüren.

Anschliessend laufe ich zurück nach Wald und trinke in einer Gartenbeiz ein kühles Bier. Gut gelaunt und froh mache ich mich danach mit Zug auf den Weg nach Hause.

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