Über den Lisengrat auf den Säntis

Der Säntis mit dem Lisengrat vom Rotsteinpass aus gesehen

Der Säntis mit dem Lisengrat vom Rotsteinpass aus gesehen

Der Säntis ist mit seinen 2502 Metern wohl einer der bekanntesten Berge im deutschsprachigen Raum. Schon im frühen 19. Jahrhundert gab es auf dem Säntis ein Gasthaus. Heute ist Menschenauflauf auf diesem Berg aufgrund der Luftseilbahn enorm. Viele machen einen Ausflug auf den Berg und bestaunen die Aussicht. Denn vom Säntisgipfel aus kann man in sechs Länder sehen: Schweiz, Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Frankreich und Italien.

Es gibt verschiedene Wege auf den Säntis, alle ausser die Benutzung der Luftseilbahn sind anstrengend. Für mich ist der Aufstieg über den Lisengrat die schönste Route auf den Säntis. Ich beshreibe hier eine Route mit Startpunkt in Gamplüt bei Wildhaus in St. Gallen. Alternativ kann auch von Wasserauen her über die Meglisalp der Rotsteinpass errecht werden, wo der der Weg über den Lisengrat beginnt. Dies ist jedoch eine sehr lange Tour mit einigen zusätzlichen Höhenmetern gegenüber dieser Routenführung.

Gamplüt – Gerstein – Flis-Schafboden – Rotsteinpass – Lisengrat – Säntis

Von Gamplüt auf den Rotsteinpass

Blick ins Toggenburg

Blick ins Toggenburg

Geplant war die erste Fahrt der Pendelbahn nach Gamplünt um 08.30 Uhr benutzen, deshalb wollte früh morgens mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Wildhaus fahren. Nun wollte ich den Wecker jedoch nicht hören und so war ich erst eine 1 Stunde später in Wildhaus. Bier der Bergstation Gamplüt angekommen gönne ich mir einen Kaffee, welchen ich nun dringend benötige. Der Rucksack ist auf dieser Tour sehr leicht, denn Unterwegs gibt es genügend Möglichkeiten sich zu Verpflegen.

Etwas später laufe ich auf einem breiten Naturweg nach nord-westen bis der Weg als Wanderpfad, in ein wäldchen einbiegt. Weiter gehts in nord-östlicher Richtung zu Pt.1260, wo der Wanderweg in eine Fahrstrasse mündet. Weiter hauptsächlich auf dieser Fahrstrasse bis Wis. Hier wird es nun nochmal merklich steiler und schon bald erreiche eine kleine Terrasse, auf welcher das Berggasthaus Schafboden thront.

Nach einer kurzen Einkehr, sozusagen als Aperitiv, denn zum Rotsteinpass ist es nicht merhr so weit, steige ich dem Wanderweg folgend weiter auf. Auf dem Rotsteinpass angekommen, esse ich zu Mittag und geniesse dabei die Aussicht in Richtung Meglisalp und Hoher Kasten auf der Terrasse des Berggasthaus Rotsteinpass.

Vom Rotsteinpass über den Lisengrat auf den Säntis

Intressante Wegführung, Übergang in die Nordwand

Intressante Wegführung, Übergang in die Nordwand

Gestärkt mache ich mich auf den Weg zum Lisengrat. Zunächst querd der Weg leicht ansteigend einen grasbewachsenen Hang. Doch bald wird der Weg immer steiler bis man Pt.2310 erreicht hat. Nun wechselt der Weg auf schattigen Nordhang des Grates.

Nun sehe ich mich mit Schnee und Eis auf dem Weg konfrontiert. Damit muss man hier rechenen wenn man so spät im Herbst hier durch will. Auf der Nordseite des Lisengrates wurde ein Weg in die Felsen geschlagen welcher durchgängig mit einem Stahlseil gesichert ist. Trotzdem, fallen darf man nicht. Hoch konzentriert und vorsichtig suche ich geeignete Stellen um meine Füsse aufzusetzen. Deshalb bin nicht so schnell unterwegs wie gedacht. Die Situation entspannt sich erst bei Chalber-Säntis.

Blick zum Lisengrat und Rotsteinpass vom Säntis aus gesehen

Blick zum Lisengrat und Rotsteinpass vom Säntis aus gesehen

Ich steige auf diesem, nun breiten Rücken weiter auf und quere noch eine weitere Passage auf der Nordseite des Lisengrates bis zu einer Leiter, mit welcher man den Grat verlässt. Nun befinde ich direkt unterhalb der Bergstation der Säntisbahn. Ich beschliesse jedoch nicht direkt zur Bergstation zu laufen sondern von hier die Südflanke des Säntis hinauf zum Bergasthaus Alter Säntis zu queren. Erst hier oben angekommen versteht man warum dieser Berg so bekannt ist. Es ist nicht nur die einfache Erreichbarkeit per Luftseilbahn, denn es gibt wohl keinen anderen Berg, der in alle Himmelsrichtungen, so ein atemberaubendes Panorama bietet.

Mit der Luftseilbahn gehts anschliessend hinunter nach Schwägalp. Die Rückreise erfolgt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

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