Rheinquelle extended

Der Tomasee

Der Tomasee

Inspiriert durch den auf www.wanderland.ch veröffentlichten Wandervorschlag Pazolastock – Rheinquelle suchte ich mir eine alternative Routenführung mit etwas höherem Schwierigkeitsgrad. Ich fand diese in der zusätzlichen Besteigung des Rossbodenstockes mit Abstieg über die Älpetlilücke hinunter ins Quellgebiet des Rheins.

Ja, an diesem Tag sollte die Rheinquelle im Mittelpunkt stehen. Rund um das Quellgebiet herum und mitten hinein. Obwohl – es ist nicht so sicher ob hier auch wirklich die Rheinquelle liegt. Am Tomasee ist zwar ein Tafel zu sehen welche behauptet, dass es von hier noch 1320 km bis zur Mündung des Rheins in die Nordsee sind. Diese Aussage ist jedoch falsch, denn es sind nur 1230 km welche das Wasser von hier oben überwindet, bis es sich mit dem Salzwasser der Nordsee vermischt. Ein typischer Zahlendreher also. Ausserdem ist der Rein da Tuma mit dem Tomasee (Lai da Tuma) nicht der längste Zufluss des Vorderrheins, jedoch über einen Wanderweg vom Oberalppass her einfach zu erreichen und an schönen Wocheneden von vielen Touristen besucht.

Ganz kann man der Masse, vor allem beim Abstieg, nicht entgehen. Oberhalb des Sees geniesst man allerdings die Ruhe und die Aussicht in vollen Zügen, denn die meisten geben sich mit dem Aufstieg zum Tomasee bereits zufrieden.

Aufstieg zu Pazolastock und Rossbodenstock

Blick ins Urserental

Blick ins Urserental

Nach Ankunft auf der Passhöhe des Oberalppass sucht man erst mal den Leuchtturm, denn genau hier beginnt der Aufstieg. Der Weg führt erstmal stetig aufwärts über Puozas zur Pazolalücke (Pt. 2577).

Hier wechselt der Weg auf die steile Südwestseite des Berges und steigt in vielen Kehren hinauf zu einer Hütte direkt südlich des Gipfels. Von hier sind es nur noch ein paar Schritte, und der Gipfelsteinmann des Pazolastockes ist erreicht.

Wieder bei der Hütte geht es in südlicher Richtung über den Grat zum Tumsli. Kurz nach Pt. 2743 verlasse ich den gut sichtbaren Weg und kehre mich nach Südwesten zur Martschallücke. Grösstenteils auf Wegspuren steige ich weiter hinauf zum Rossbodenstock. Der erste Aufschwung ist voller Schutt, aber keineswegs schwierig zu begehen. Bald erreiche ich das Gipfelplateau und nach ein paar weiteren Minuten das Kreuz auf dem Rossbodenstock.

Abstieg über Rheinquelle und Tomasee

Die Rheinquelle (Rein da Tuma)

Die Rheinquelle (Rein da Tuma)

Ich folge der Gratlinie, manchmal auf Gras, meistens aber auf einem Weglein zur  Älpetlilücke hinunter. Von der Lücke aus steige ich durch schuttiges Gelände bis auf etwa 2480m ab und wende mich nun gegen Norden zur Alp Tuma wo ich den Rhein (Rein da Tuma) mit zwei Schritten überqueren kann. Von hier steige ich in ein paar Minuten hinauf zu Badushütte um mich zu erfrischen.

Für den weiteren Abstieg gehe ich zurück zu Alp Tuma, von hier  weglos hinunter zum Tomasee und an dessen Ende wieder hinauf zu Pt. 2351. Eine  Alphorngruppe spielt gerade ein paar Lieder zur Freude der vielen Touristen welche sich rund um den See tummeln. Von hier ist der Rückweg zum Oberalppass nun klar ersichtlich und dauert noch ungefähr 1 Stunde.

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Kennst du eine Variante dieser Route, hat sich der Weg geändert oder hast Du eine andere Anmerkung zu dieser Route?

3 Kommentare zu “Rheinquelle extended”

  • Raphi R

    schrieb vor 8 Monaten

    Hallo Simsi,
    danke für die Info. Wir brauchten mit einer kurzen Pause genau 3 1/2h bis oben.
    War super! Und wird wohl noch ein zweites mal erklommen mit etwas besserer Vorbereitung.
    Mfg Raphi

  • simsi

    schrieb vor 8 Monaten

    Hallo Raphi,
    Es ist schon einige Zeit her dass ich diese Tour gegangen bin aber ich denke, du solltest zwischen 3 und 4 Stunden bis zum Rossbodenstock haben. Wasser solltest du genug mitnehmen, es gibt erst unten auf der Alp Tuma wieder Wasser zum auffüllen.

  • Raphi R

    schrieb vor 8 Monaten

    Wow! Über Google fand ich zu Deiner Tour und war sofort Feuer und Flamme um sie zu testen. So kommts dass wir morgen spontan auf diese Wanderung gehen 🙂 Wir freuen uns riesig drauf!
    Kann mir jemand sagen, wie lange ungefähr der Aufstieg bis zum Rossbodenstock dauert und ob man da Wasservorräte auffüllen kann unterwegs?