Juwelen im Maggiatal

Lago d'Alzasca

Lago d’Alzasca

Hoch oben im Maggiatal liegt der malerisch gelegene Lago d’Alzasca mit einer kleinen aber feinen Berghütte des CAS Locarno. Doch der Lago d’Alzasca, wie auch sein Brüderchen, der Lago Sascola verlangen dem Wanderer einiges ab um sich bestaunen zu lassen. Der Aufstieg dieser Bergwanderung ist steil, erst mal muss eine 700m hohe Trogwand überwunden werden, was aber niemanden mit entsprechender Kondition zur Umkehr zwingen sollte. Doch warum nur haben die früheren Sennen solch breite Steinstufen in den Fels gehauen? Damals im Jahre 1738 waren die Bewohner im Maggiatal mausarm und die Sennen mussten breite Wege mit enormen Aufwand, zu den über den Felsen gelegen Alpen bauen, um das Vieh zu den Weideplätzen zu führen. Wer den Weg unter die Füsse nimmt, begreift schnell, wie mühsam und entbehrlich das Leben im 18. Jahrhundert im Maggiatal war.

Der Lago d’Alzasca, man sagt der schönste der 40 Bergseen im Maggiatal, liegt in einer idyllischen Felsmulde. Wer hier ankommt hat das Bedürfnis zu bleiben und für einige Stunden in absoluter Ruhe dem Nichtstun zu frönen. Vielleicht deshalb wurde hier die Bergühtte errichtet. Ich nehme diesen Luxus gerne an um am nächsten Tag über den Lago Sascola wieder hinunter ins Tal zu wandern.

  • 1. Tag: Someo – Lago d’Alzasca
  • 2. Tag: Lago d’Alzasca – Lago Sascola – Cevio

Der Aufstieg von Someo zum Lago d’Alzasca

Tessiner Steinbrücke

Tessiner Steinbrücke

Ich starte meinen Aufstieg am frühen Nachmittag in Someo (380 m ü. M.) im Maggiatal, einem kleinen Dorf welches per Auto oder per Bus über Locarno erreicht werden kann. An der Hauptstrasse  zeigt einem ein Wegweiser den Weg und schon bald erreiche ich eine schwingende, über 300m lange Hängebrücke. Diese führt einige Meter über den Boden durch das breite Schwemmland der Maggia. Am Ende der Brücke folge ich dem Weg nach rechts durch den Wald bis zu einer Wegkapelle, wo die Steigung beginnt und folge dem Weg weiter bis P.564, wo mich eine alte, typische Tessiner Steinbrücke über den Ri d’Alzasca führt. Weiter geht es immer ansteigend über P.712 zur Alpe Soladino (1124 m ü. M.) hinauf. Nach einer kurzen Rast wandere ich weiter über P.1235 zur Alpe Rotonda (1335m ü. m.),  von wo es nun eher gemütlich die letzten Höhenmeter über P.143 und P.1502 bis zur Capanna d’Alzasca (1734 m ü. M.) geht. Nach einer kurzen Rast möchte ich nun doch noch den See sehen und steige in 20 Minuten zum Lago d’Alzasca auf. Ich geniesse die Sonne und die Natur ausgiebig, bevor ich rechtzeitig zum Abendessen wieder zur Hütte zurückkehre.

Der Übergang zum Lago Sascòla

Der Lago Sascola

Der Lago Sascola

Von der Capanna d’Alzasca folge ich dem Weg hinauf zum Lago d’Alzasca. Hier halte ich mich rechts. Nun ich wollte den See nicht so schnell wieder verlassen und so habe ich den Weg aus den Augen verloren. Dies ist jedoch nicht weiter schlimm, ich spure mir einfach einen eigenen Weg durch das Gras hinauf zur Bocchetta di Cansgei. Kurz vor der Bocchetta habe ich den Weg wieder gefunden. Ich folge nun dem Wegweiser zum Lago Sascòla bis P.2135, der Lücke zwischen Pizzo Alzasca und Pizzo Mezzodì, dem höchsten Punkt dieser Tour.

Der Abstieg bis zum Lago Sascòla (1740 m ü. M.) ist nur erfahrenen Berggängern zu empfehlen. Ich folge den Wegspuren talwärts. Dann und wann erblicke ich rot-weisse Markierungen, welchen ich bis P.1875 folge. Hier beginnt der schwierigste Teil des Abstieges, denn man muss in einer Felsrinne über sehr lockeres Geröll absteigen. Vorsichtig überwinde ich dieses Teilstück und erreiche bald darauf den See, wo ich eine längere Rast einlege und die Ruhe hier oben geniesse.

Der Abstieg nach Cevio im Maggiatal

Nach einiger Zeit beschliesse ich den langen Abstieg unter die Füsse zu nehmen. Nun ist der Weg sehr einfach und gestaltet sich wunderschön. Vom Lago Sascòla wandere ich zur Corte di Lago und halte mich nach rechts, auf den Weg in den Talgrund, durch den Lärchenwald. Der Weg verläuft unterhalb der Alp Morella, talauswärts bis nach Morella di Sotto (910 m. ü. M.), wo ich mich wieder rechts halte. In zahlreichen Serpentinen führt nun der Weg in die Tiefe bis nach Cevio (420 m ü. M.).

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