Der Wildheupfad

Im Wildheugebiet

Im Wildheugebiet

Ich mache immer wieder kleinere „Erkundungtouren“ um ein mir noch unbekanntes Wandergebiet anzuschauen und Ideen für längere Wanderungen zu sammeln. Diesmal bin ich dabei über den Wildheupfad, unterhalb des Rophaien, gestolpert.

Wildheuen war eine in den Alpen weit verbreitete Form der Grasernte. Im Gebiet unter dem Rophaien werden die steilen Hänge heute noch auf diese Weise mit der Sense gemäht. Anschliessend wird das Heu mit dem Rechen zusammen getragen und an Stahlseilen (Heuseilen) ins Tal transportiert.

Das Wildheuen hatte früher für die Bauern eine grosse wirtschaftliche Bedeutung. Denn nur so konnten die Bauern ihre Existenz sichern und das Vieh durch den Winter bringen. Damit der Ertrag gerecht verteilt wurde, war das Wildheuen stark reglementiert. Der Wildheupfad bringt einem diese Kultur in 15 Stationen näher. Beim Wandern durch die Wälder und Grashänge kann man sich gut vorstellen dass es bei dieser Tätigkeit immer wieder zu tödlichen Unfällen kam.

Die Wildheupfad-Route

Aussicht auf den Urnersee

Aussicht auf den Urnersee

Ich starte die Wanderung in Oberaxen, welche ich per Seilbahn von Flüelen aus erreiche. Die Fahrt in der kleinen Gondel, setzt ein gewisses Mass an Vertrauen in die Seilbahntechnik voraus, denn die Höhe von 200m über dem Boden, beeindruckt.

Von der Axalp auf etwa 1000 m ü. M. folge ich dem Wanderweg in Richtung Rophaien und erreiche nach einigen Kehren das Ober Frimseli (1176 m ü. M). Weiter geht es immer den Rot-Weiss Roten Markierungen entlang, auf die Franzenalp (1454 m ü. M), womit der längste Aufstieg an diesem Tag bereits geschafft ist. Ich mache eine kurze Pause und bewundere die Tiefsicht ins Urner Haupttal.

Nun in südlicher Richtung im ständigem Auf und Ab über Unter Ricki bis zum Unter Hüttenboden. Ich quere diese Alm und laufe anschliessend einige Minuten durch einen Wald mit riesigen Felsbrocken bis ich eine Fahrstrasse erreiche. Nach einigen hundert Metern zweigt ein Waldweg in Richtung Eggbergen ab, wo ich mich im Berggasthaus Seeblick stärke.

Anschliessend nehme ich die Luftseilbahn, welche wieder in eindrücklicher Höhe, hinunter nach Flüelen schwebt.

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