Der wilde Leidseepass

Der Nidsee unterhalb der Leutschachhütte

Der Nidsee unterhalb der Leutschachhütte

Zwei Tage für diese wunderschöne und abwechslungsreiche Wanderung über den Leidseepass im Urnerland müssen es schon sein. Denn wer die Bergseen im Leutschach- und Erstfeldtal erkunden will, sollte sich die Zeit nehmen. Es locken der bekannte Arnisee, der Nider- und die Oberseen, sowie der Leid- und Fulensee. Als Übernachtungsmöglichkeit bietet sich die Körntenhütte im Erstfeldtal an. Auch eine Tour in der Gegenrichtung ist möglich. Dann jedoch mit Übernachtung im Leutschachtal in der Leutschachhütte.

Ich wollte jedoch die längere Tour am ersten Tag machen. Also fuhr ich nach Intschi bei Amsteg und lies mich per Luftseilbahn zum Arnisee bringen. Dann wanderte ich durch das Leutschachtal um über den Leidseepass ins Erstfeldtal zu gelangen. Am nächsten Tag ging es durch das Erstfeldtal bis nach Bodenberg.

  • 1. Tag: Arnisee – Heitersbüel – Nidersee – Leutschachhütte – Leidseepass – Riedfurggi – Körntenhütte
  • 2. Tag: Körntenhütte – Fulensee – Schattig Boden – Sulzwald – Mettlen – Bodenberg

Vom Arnisee zur Leutschachhütte

Der Arnisee mit den Windgällen im Hintergrund

Der Arnisee mit den Windgällen im Hintergrund

Ich fahre mit der kleinen Luftseilbahn von Intschi hinauf zum Arnisee. Hier mache ich mich marschbereit. Sonnenschutz, Sonnenbrille und Hut sind an diesem schönen Tag besonders wichtig. Anfangs geht es flach von der Bergstation zum Arnissee, dann nehme ich die Abzweigung nach Hinter Arni und befinde mich auf dem Hüttenweg zur Leutschachhütte, welcher weiterhin flach verläuft. Nach etwa 15min zweigt der Hüttenweg von der Naturstrasse rechts ab und führt ein kurzes Stücke die Wiese hoch. Dann quert der Weg über eine Brücke den Leutschachbach.

Gemächlich steigt der Weg nun über Chäserli und Heitersbüel nach Bidemli, wo der Weg den Bach nochmal quert und die erste echte Steigung beginnt. Diese Steigung ist jedoch schnell überwunden. Nach einer weiteren eher flachen Passage steigt der Weg auf der Höhe von etwa 1800m Metern nun markant an. Meine Schritte werden immer langsamer und ich muss doch eine kurze Verschnaufpause einlegen. Bis zum Nidersee steigt der Weg nun steil an, man überwindet fast 300 Höhenmeter auf relativ kurzer Strecke. Doch der Anblick des Nidersee entschädigt für die die Anstrengung. Die Leutschachhütte ist auch nicht mehr weit. Ich freue mich nach guten 2 Stunden einen Kaffee und ein Stück Kuchen geniessen zu können.

Über den Leidseepass zur Körntenhütte

Wichtige Information für den Aufstieg zum Leidseepass

Wichtige Information für den Aufstieg zum Leidseepass

Nachdem ich mich auf der Leutschachhütte nochmal stärken konnte nehme ich den Leidseepass in Angriff. Der Weg führt nun von Leutschachhütte nördlich zu Pt.2218 wo der Weiss-Blau markierte Weg zum Leidseepass abzweigt. Der Weg führt hoch zur Felswand des Chapferplangenstock und es ist mir lange nicht klar wie ich die Felsen überwinden soll. Doch bei den Felsen angekommen ist der Weg mit Ketten und Eisenbügeln gut gesichert. Ich ziehe mich also mit diesen Hilfsmitteln den Fels hinauf. Noch ein paar weitere ausgesetzte Stellen, welche aber ohne Kraxelei bewältigt werden können und der Leidseepass ist erreicht.

Ich steige nun durch letzte Schneefelder in Westflanke des Jakobiger hinunter zum Leidsee. Dann laufe ich über Riedfurggi hinunter zu Pt.1926 wo eine letzte gesicherte Kletterstelle beginnt. Man muss hier etwas aufpassen, denn durch den starken Pflanzenbewuchs kann mein leicht neben den Weg treten und abstürzen. Ist dieses Teilstück jedoch überwunden verläuft der Weg gemächlich über Pt.2004 und Päuggenegg zur Körntenhütte. Nach einem kühlen Bier beschliesse ich noch einen Spaziergang zum Obersee zu unternehmen.

Abstieg durchs Erstfeldtal

Der Fulensee im hinteren Erstfelldtal

Der Fulensee im hinteren Erstfelldtal

Nach dem Frühstück stapfe ich gemächlich los. Zuerst noch auf dem Hüttenweg. Doch schon bald bei Pt.1855 steige ich über Pt.1744 in das Hochmoor beim Fulensee ab. Ich geniesse diese wunderbare, abgeschiedene Bergwelt und laufe langsam nach Schattig Boden, denn der Abstieg von der Körntenhütte durch das Erstfeldtal ist landschaftlich äusserst reizvoll.

Der Weg verläuft nun nie wirklich steil abwärts. Das schont die Knie, doch leider habe ich ich mich am Vortag eine Blase eingefangen die nun wieder schmerzt. Ich ignoriere dies und laufe weiter, erreiche Sulzwald, Mettlen und Bodenberg. Hier jedoch beschliesse ich jedoch das Alpentaxi Erstfeldtal zu rufen. Denn ich habe keine Lust auf der nun asphaltierten Strasse bis nach Erstfeld zu laufen.

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Kennst du eine Variante dieser Route, hat sich der Weg geändert oder hast Du eine andere Anmerkung zu dieser Route?

2 Kommentare zu “Der wilde Leidseepass”

  • simsi

    schrieb vor 4 Wochen

    Hallo Cornelia
    Tag 1: Vom Arnisee zur Leutschachhütte 2-3 Stunden, über den Leidseepass zur Körntenhütte sind es dann nochmal gute 4h.
    Tag 2: Der Abstieg nach Boden ist in 2 Stunden gut zu machen. Man kann also ruhig ausschlafen.
    Gruss Simon

  • Cornelia

    schrieb vor einem Monat

    Hallo Simi
    Ich wollt mich erkundigen, wie lange diese zwei Tagestouren sind pro Tag?
    Grüsse
    Cornelia